Kontenprüfung EIBL und der Umgang mit Zeit & Zins

 „Marktzins“ nennt man jene Zinssätze, die die Bundesbank in den Zeitreihen aus Meldungen der Kreditwirtschaft „so verkaufen wir“ als statistische Werte veröffentlicht. Damit spiegelt die Bundesbank die von Kreditinstituten für die jeweilige Kreditart „durchschnittlich“ am Markt verlangten Zinssätze wider.

Es soll jedoch Kreditinstitute geben, die ermitteln den Marktzins dadurch, in dem sie den Bankazubi vor das Schaufenster „der lieben Kollegen schicken, um dort den Marktzins zu ermitteln“. 

Link Zeitreihen Bundesbank Kontokorrent und Darlehen

An den Bundesbank-Zeitreihen orientiert sich das Institut (bzw. soll sich daran orientieren) wenn es Ihnen einen Kredit „verkaufen will“, oder Sie einen „beantragen“. Damit ermittelt es, einen (hoffentlich) risikogerechten Zinssatz. Ist Ihre Bonität gut, ist der Zins „i.d.R. günstiger“, ist sie schlecht, ist der Zins „i.d.R. schlechter“. Zwischen dem von Institut „angebotenen Zins“ und dem in der Zeitreihe der jeweiligen Kreditart besteht i.d.R. eine Differenz. 

An die Differenz ist das Institut bei späteren Zinsänderungen gebunden. Sie nennt sich Einhaltung des Grundgefüges, Äquivalenzgefüge, Symmetriegebot, oder Ursprungs- ursprünglicher Abstand. 

Es soll jedoch Kreditinstitute geben, die „locken“ den Kunden mit einem günstigen Zinssatz um dann später entsprechend „abzukassieren“.

Ist das Institut „klamm“, wird es Ihnen einen höheren Zins "anbieten" oder eine andere Kreditart empfehlen, bei welcher „sie sich mehr Einnahmen generiert“. Es ist keine Seltenheit, dass man dem Kunden der eine langfristige Zinsbindung wünscht, einen Kontokorrentkredit aufschwatzt, nur weil das Institut damit auch mehr verdient „und er in der Rückzahlung variabler“.

Bei späteren Zinsänderungen, ob variabel oder Festzins muss der Zinsabstand der zu Anfang an bestand, eingehalten werden. Bei variablen Krediten müssen Zinsänderungen spätestens nach 0,25%- bzw. 25 Punkten Veränderung des Marktzinses vorgenommen werden und dürfen nicht zu Gewinnsteigerungen der Bank führen. Bei Änderungen "nach unten" muss das Institut, bei Änderungen "nach oben", kann das Institut die Zinsen anpassen. Dabei ist der bei Geschäftsbegründung Abstand (Grundgefüge) einzuhalten. 

Das Grundgefüge ist, so der zu dieser Zeit stellvertretende Chefsyndikus der Bayer. Hypo- und Vereinsbank Helmut Bruchner auf dem Bankrechtstag der Bankrechtlichen Vereinigung 2001, „einzuhalten“. Das „Grundgefüge“ so Bruchner, Zitat: „ist zugleich Bestandteil des bei Vertragsschluss vereinbarten Äquivalenzverhältnisses“ (de Gruyter, Schriftenreihe Bankrechtliche Vereinigung Band 19, S. 95 (121)).

An diese Aussage und Verpflichtung „erinnern sich Kreditinstitute jedoch ungern, wenn der Kunde dann am Haken“ und durch mannigfaltige Verpflichtungen, bis hin zur Verpfändung des Sparbuches der Oma „an das Institut gebunden“.

Beispiel variabler Zinssatz Kontokorrent:
Bankzins vs. 3-Monats-EURIBOR Monatsdurchschnitt Zeitreihe SU0316. Im z.B. November „bietet“, besser gesagt „bestimmt“ das Institut einen Zinssatz von z.B. 10,0% p.a., der Referenzzinssatz Oktober (verglichen wird immer mit dem Vormonat), lag bei 5,0%. Dann kalkuliert das Institut mit einer Marge von 5,0%, was einem Aufschlag von 100% auf den Einkaufspreis entspricht. Der ursprüngliche Abstand ist bei zukünftigen Zinsänderungen einzuhalten. Das Kreditinstitut muss bei Marktzinssenkungen nach unten anpassen, nach oben darf es. Muss aber das Grundgefüge, d.h. den Ursprungsabstand beibehalten.

Ende 2008 / Anfang 2009 „stürzt“ (nicht nur) der EURIBOR ab und liegt Oktober 2009 bei 0,74%. Wenn Sie „dem Kreditinstitut bei der Bewältigung seiner Finanzmarktkrise helfend“, nach wie vor 10,0% p.a. oder gar mehr bezahlen, zahlen Sie um ca. 4,25% p.a. zu hohe Zinsen. Jetzt kalkuliert das Institut mit einer Marge von 9,926%, was einem Aufschlag von 1.351% also dem 13,5-fachen Faktor auf den Einkaufspreis entspricht.

Beispiel variabler Zinssatz Wohnbau-Darlehen an private Haushalte grundbuchlich gesichert:
Bankzins vs. Zeitreihe SUD116. Im z.B. November „bietet“, besser gesagt „bestimmt“ das Institut einen Zinssatz von z.B. 6,0% p.a., der Referenzzinssatz Oktober (verglichen wird immer mit dem Vormonat), lag bei 6,34%. Dann „bietet Ihnen das Institut einen Zinssatz von 0,34%-Punkten unter Marktzins an, der künftig einzuhalten ist. 

Ende 2008 / Anfang 2009 „stürzt der Marktzins ab“ und liegt Oktober 2009 bei 3,28%. Wenn Sie „dem Kreditinstitut bei der Bewältigung seiner Finanzmarktkrise helfend“, nach wie vor 6,0% p.a. oder gar mehr bezahlen, zahlen Sie um mindest 2,75% p.a. zu hohe Zinsen.

Beispiel 5 Jahre Festzins Wohnbau-Darlehen an private Haushalte grundbuchlich gesichert:
Bankzins vs. Zeitreihe SUD117. Im z.B. November „bietet“, besser gesagt „bestimmt“ das Institut einen Zinssatz von z.B. 5,50% p.a., der Referenzzinssatz Oktober (verglichen wird immer mit dem Vormonat), lag bei 5,43%. Dann „bietet Ihnen das Institut einen Zinssatz von 0,07%-Punkten unter Marktzins an, der künftig einzuhalten ist.

Ende 2008 / Anfang 2009 „stürzt der Marktzins ab“ und liegt November 2009 bei 3,83%. Wenn Sie „dem Kreditinstitut bei der Bewältigung seiner Finanzmarktkrise helfend“, nach wie vor 5,50% p.a. oder gar mehr bezahlen, zahlen Sie um mindest 1,75% p.a. zu hohe Zinsen.

Entscheidend jedoch ist nicht nur der Prozentsatz, sondern auch der Betrag, den Sie dem Institut „Ihres Vertrauens“ zu viel bezahlen. 

So „berappen Sie“, bei einem Sollsaldo von 50.000,00 EUR und einer Zinsdifferenz von 4,25% p.a. jährlich EUR 2.125,00 und bei 100.000,00 EUR bereits 4.250,00 mehr, als geschuldet. Geben Sie dies „auch für Ihren Urlaub aus“ oder sparen sich diesen, weil Sie sich solches „aufgrund überhöhter Zinsen Ihrer Hausbank nicht leisten können“?

Kreditinstitue jammern über die nachteiligen Folgen der z.Zt. niedrigen Zinsen. Sagen aber nichts über die nachteiligen Folgen, hoher, sowie fehlerhaft berechneter und überhöhten Zinsen.

Für viele Menschen kaum vorstellbar und dennoch alltägliche Realität!
Kreditinstitute erzielen einen Teil der Profite durch Übervorteilung ihrer Kunden oder indem sie, wie z.B. mit Cum-Ex Geschäften den Staat „um Milliarden erleichtern“ und sich Steuern mehrfach erstatten lassen, obwohl sie solche nie bezahlten. Da klingt die Wertvorstellung der z.B. DZ-Bank (das Zentralinstitut des genossenschaftlichen Finanzsektors) „Verantwortungsbewusstes Handeln ist tief in unserer Unternehmens-DNA verankert“ wie blanker Hohn. Es sei, damit „ist das wirtschaften in die eigene Tasche gemeint“.

Alleine zwischen 2006 und 2009 „beschaffte“ sich das Institut lt. HANDELSBLATT 29.01.2019 mit Cum-Ex Geschäften ca. 131 Mio EUR als Steuerrückerstattung, obwohl dafür nie ein einziger Cent bezahlt wurde.

Möglicherweise wollte die „Initiativbank“, wie sie sich in ihrer Selbstdarstellung auch nennt, vor der in 2009 der Allgemeinheit bekannt gewordenen „Finanzmarktkrise“ nur Risikovorsorge betreiben, um „im Falle eines Falles, etwas auf der hohen Kante liegen zu haben“.

Als der Schwindel aufflog, zahlte man 18 Mio EUR Strafe. Die DZ-Bank war aber nur eine, die an dem großen Rad drehte, welches den deutschen Staat, vorsichtig geschätzt, mindestens 31,8 Milliarden EUR, und andere Staaten ca. 23,4 Milliarden, insgesamt also ca. 55,2 Milliarden EUR gekostet haben soll, wie SPIEGEL ONLINE am 18.10.2018 berichtet.

Falls es sich - was anzunehmen ist - nicht um die Tat einer Einzelperson handelt, sondern um einen Vorgang, an dem mehrere Personen beteiligt, dann gilt sie im Sinne des Gesetzes als eine Tat der organisierten Kriminalität. Bandenmäßiger Betrug kommt auch in der Kreditwirtschaft vor. Mit dem Unterschied, dass sich die Täter als Opfer hinstellen und die Opfer als Täter hingestellt werden.

Um eine ähnlich große Zahl bringen Kreditinstitute ihre Kunden mittels fehlerhafter Zinsabrechnungen und nicht geschuldeten Gebühren (richtigerweise Entgelte). Dazu brauchen sie „nur“ 10 Millionen ihrer Kunden um EUR 3.000,00 „in diesem Falle jährlich, d.h. monatlich nur um EUR 250,00“ bringen, schon sind dies ebenfalls ca. 30 Milliarden EUR (siehe Beispiel oben, „berappen“) . Macht nach gut 10 Jahren, fast die Höhe eines ganzen Bundestagsetat!

Wenn solche kriminellen Taten bis heute nicht in ausreichendem Maße aufgedeckt und geahndet werden, dann vielleicht aufgrund der Annahme, es kommt nicht vor, was nicht vorkommen darf?! Aus Sicht von Juristen hat ja der Kontoinhaber "die Schuld", nicht die ihn hinter die Fichte führende Bank oder Sparkasse. Diese "fordert ja nur, auch wenn dies noch so unberechtigt"!

Eine unendlich lange Liste von Geschädigten offenbart die traurige Realität.
Vor allem durch inkorrekte Kontoführung entstehen nicht nur Tausenden von Bankkunden, sondern auch der Volkswirtschaft und dem Staat massive Vermögensschäden.

Dies, was der Unternehmer an überhöhten Zinsen zahlt, fehlt ihm am Gewinn, an welchem „i.d.R. der Staat beteiligt“. Die Kreditwirtschaft hingegen hat Mittel und Wege, die ihr eigentlich nicht zustehenden Gewinne (gegen ihr zustehende ist nichts einzuwenden), geschickt dem Staat vorzuenthalten, bestenfalls mit exzessiven Bonuszahlungen, welche als Ausgaben, wie bei jedem ordentlichen Kaufmann, die Steuerlast mindert.

Wenn Sie also das Gefühl, oder gar schon die Gewissheit haben, „bei den Zinsabrechnungen meiner Bank stimmt etwas nicht“, und/oder Ihre Zinssätze weichen im Abgleich zur Zeitreihe der jeweiligen Kreditart um größer 0,25%, bzw. 25 Punkte von den in den drei Beispielen beschriebenen ab, scheuen Sie sich nicht, mit uns Kontakt aufzunehmen. Dies ist dann mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht die einzige Unregelmäßigkeiten in der Kontoführung Ihrer Bank oder Sparkasse, von denen Sie nichts ahnten.

In unserer jetzt 30-jährigen Erfahrung in der Kontonachberechnung gab es bislang lediglich ein Konto, welches korrekt abgerechnet war. Dieses Institut aber ist, „seit Anfang des neuen Jahrtausends mit einer fulminanten Summe pleite gegangen“.

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Die von Hans Peter Eibl als 2-Konten-Modell entwickelte Zinsprüf-Software, ermöglicht Bankkunden die Kontrolle Ihrer Kontokorrent-
und Darlehenskonten. Systemische und systematische Falschabrechnungen von Banken und Sparkassen werden damit "offen gelegt"
und im Sinne gesetzlicher und richterlicher Bestimmungen korrigiert.


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