Kontenprüfung EIBL und der Umgang mit Zeit & Zins

Für viele Menschen kaum vorstellbar und dennoch tagtägliche Realität. Viele Kreditinstitute erzielen einen Teil ihrer Profite durch Übervorteilung ihrer Kunden. Eine lange Liste von Geschädigten offenbart die traurige Realität - vor allem durch inkorrekte Kontoführung entstehen nicht nur Tausenden von Bankkunden, sondern auch der Volkswirtschaft und dem Staat massive Vermögensschäden.

Die Vorgehensweise ist so simpel wie wirkungsvoll und lässt sich in folgende manipulative Kategorien unterteilen, die nicht selten allesamt zugunsten der Bank und zu Ungunsten des/der Kontoinhaber zugleich angewandt und immer noch praktiziert werden.

  • verspätete Wertstellungen bei Gutschriften
  • verfrühte Wertstellungen bei Belastungen
  • nicht korrekt eingestellte Zinssätze, d.h. andere als im Kontoauszug gezeigt
  • nicht an die Marktzinsentwicklung angepasste Zinssätze
  • stillschweigend, ohne den Kontoinhaber darüber in Kenntnis zu setzen, herabgesetztes Limit (Kreditlinie) um aus den dadurch geringeren Sollsalden bereits überhöhte Überziehungszinsen generieren zu können. Testen Sie, "wie einfach es ist" ein dem Kunden "eingeräumtes Limit zu verändern" Zins-Limittester
  • Belastung unberechtigter Entgelte in Form sogenannter Gebühren  
  • Verspätete oder Nichterstattung fälschlich erhobener Entgelte, ohne Erstattung der damit erzielten Zinsen
  • Unberechtigte Storno bei Habensalden mit Belastung von "Stornogebühren"
  • Storno bei Nichtüberschreitung der eingeräumten Kreditlinie um den Kontoinhaber gegenüber Lieferanten "kreditunwürdig zu stellen"
  • Nichteinhaltung vertraglicher Vereinbarungen zu Zins und Tilgung
  • Unrichtige Zinsberechnungen und Zinsabrechnungen
  • Umgehung höchst- und obergerichtlicher Rechtsprechnung / Entscheidungen

Zinswucher und Kredithaie - Begriffe aus vergangenen Zeiten?

Banken und Sparkassen verschaffen sich durch überhöhte Zinsen Abhängigkeiten von ihren Kunden. Dies geschieht nicht mehr plump, wie dies in früheren Zeiten sogenannte "Kredithaie" taten. Heute geschieht dies mit weit subtileren Methoden und für den Kontoinhaber kaum erkennbar. Wenn Zinswucher unbemerkt bleibt, steht heute wie früher am Ende der gleiche Ruin.

EIBL, das zur Bankkontenkontrolle bewährte Kontenprüfprogramm macht Wucher von Kreditinstituten erkennbar, indem es die in Rechnung gestellten Zinsbeträge prüfend berechnet, ob der in Rechnung gestellte Zinsbetrag im prozentualen Verhältnis zum in Anspruch genommenen Bankkapital. In der Regel wird festgestellt, dass die im Kontoauszug angegebenen Zinssätze nicht immer mit jenen aus der Rückrechnung identisch sind und wen wundert's, diese konkret höher als im Kontoauszug angegeben.

Beispiel geklärt und aufgedeckt durch die EIBL Kontenprüfung im Jahre 2008:

Eine Sparkasse vereinbart / gewährt, wobei die Betonung auf "bestimmt" liegt, im Jahr 2000 mit ihrem Kunden -einem Bauträger- ein Limit (Kreditlinie) von 300.000,00 DM

Für die Überschreitung dieses Betrages wurde ein Aufschlag von zusätzlich 3,0% auf den Sollzins vereinbart - insoweit eine übliche, nicht zu beanstandende Vereinbarung (Spalte 11 im EIBL-Berechnungsbogen)

Durch die EIBL-Kontenprüfung wurde dem Bauträger und seinem Anwalt bekannt, dass die Sparkasse das Limit, ohne den Kontoinhaber darüber zu informieren, heimlich auf 139.541,00 DM kürzte (Spalte 6 oben im EIBL-Berechnungsbogen), sodass nicht erst ab Limit 300.000,00 DM sondern bereits ab DM 139.541,00 ein Zins von 12,75 % fällig wurde. Durch die Manipulation der Sparkasse zu Lasten ihres Kunden, war das Konto frühzeitig und stark überzogen, ohne dass der Kunde erkennen konnte, was der Grund dafür.

Die Sparkasse bereicherte sich an den daraus entstandenen Zinsen in unlauterer Weise, und der Schaden für den Kunden entstand wie folgt:
Stellt man die vertraglich vereinbarten 300.000 DM Limit (siehe Spalte 6 oben im EIBL-Berechnungsbogen) als Berechnungsparameter ein, so zeigt sich, dass die Sparkasse anstelle von 3,0% Überziehungszins sage und schreibe 21,02 % (siehe Spalte 11 im EIBL-Berechnungsbogen), zuzüglich zum Dispozins von 9,75%, berechnete, also insgesamt nicht weniger als 30,77 % ansetzte. Berechtigt gewesen wäre sie zu 9,75% denn einen Monat zuvor war die Vereinbarung zur Berechnung von Überziehungszins abgelaufen und damit die Sparkasse nach BGH XI ZR 202/02 nicht mehr berechtigt, Überziehungszinsen abzugreifen.

Somit kassierte die Sparkasse in nur 3 Monaten 1.137,52 DM / 581,60 EUR unberechtigten Überziehungszins und ließ sich diesen vom Kontoinhaber künftig zinsesverzinsen, ohne hierzu berechtigt zu sein.

Falls es sich - was anzunehmen ist - nicht um die Tat einer Einzelperson handelt, sondern um einen Vorgang, an dem mehrere Personen beteiligt, dann gilt sie im Sinne des Gesetzes als eine Tat der organisierten Kriminalität. Bandenmäßiger Betrug kommt auch in der Kreditwirtschaft vor. Mit dem Unterschied, dass die Täter als Opfer und die Opfer als Täter hingestellt werden.

Wenn solche kriminellen Taten bis heute nicht in ausreichendem Maße aufgedeckt und geahndet werden, dann vielleicht aufgrund der Annahme, es kommt nicht vor, was nicht vorkommen darf?! Aus Sicht von Juristen hat ja der Kontoinhaber "die Schuld", nicht die ihn hinter die Fichte führende Bank oder Sparkasse. Diese "fordert ja nur, wenn dies auch noch so unberechtigt"! Beweisen Sie dem Kreditinstitut und den Juristen mit der EIBL-Kontenprüfung "das Gegenteil", nämlich dass das Institut "Ihnen schuldet".

Trotz eindeutiger teils durch den Bundesgerichtshof Entscheidungen, wird seitens der Kreditwirtschaft weiterhin falsch abgerechnet. Man hat den Eindruck, dass die Rechtsprechung in Kreditinstituten bestenfalls als freundliche Anregung und Störung des Geschäftsablaufes verstanden wird.

"Anweisung bayer. Genossenschaftsverband zur Abwehr berechtigter Zinsrückforderung von Kunden"

Interessant im Zusammenhang mit Zinsberechnung bzw. deren Nichtanpassung ist auch die Position von Verbänden, ohne die in der Kreditwirtschaft "gar nichts geht". Sie schützen und stützen Banken und Sparkassen. Nur in Italien gibt es eine Firma die ähnlich, möglicherweise jedoch nicht ganz so straff organisiert ist.

Im folgenden Fall riet der Bayerische Genossenschaftsverband seinem Mitglied, einer Raiffeisenbank, wie mit einem ihrer Kunden umzugehen sei, der die Erstattung von Zinsen einforderte, die das Institut auf Grund der Nichtanpassung variabler Zinskonditionen für sich, jedenfalls unrechtmäßig erwirtschaftete.

Durch Kontonach- und Neuberechnung mit EIBL wurde nachgewiesen, dass die Raiffeisenbank ihren Kunden "zwischen 1995 und 2005 um rund 56.000,00 EUR entreicherte". Gegenüber dem Verband rechtfertigte sie sich, dass der Kunde ja Gewerbetreibender und somit ein höheres Risiko, weshalb sie die Zinsen trotz entsprechender vertraglicher Vereinbarung nicht senkte. Der Verbandsanwalt riet seinem Mitglied, mit Verjährung und Verwirkung zu argumentieren und tunlichst keinen Rechtsstreit zu beginnen, da die vom Verband gelieferten Verträge juristisch nicht haltbar sein könnten. Der Bankkunde sollte - mit freundlicher Unterstützung des Verbandsanwaltes und dessen nicht stichhaltigen Argumenten nochmals getäuscht und irregeführt werden - lesen Sie selbst:

Was Banker nicht wissen, flüstert ihnen der Verband ein. Wie in diesem Falle, wo ein Bankkunde - seine Bank des Vertrauens - bat, ihm die Zinsen zu erstatten, welche er auf Grund der Nichtanpassung variabler Zinskonditionen zuviel bezahlte.

Die Antwort zeigt, dass nicht der Bankkunde, sondern die Bank aus deren Fehlverhalten den großen Raibach behalten sollte, in dem sie den Kunden -unter gütiger Mithilfe des Bayer. Genossenschaftsverbandes- ein weiteres mal irreführen und täuschen sollte. Das einzige was stört ist der Kunde. Dieser trägt allenfalls zur Reduzierung der in diesem Falle unberechtigten und unanständigen Gewinne bei.


Solches Verhalten lässt sich, so Prof. Borges in der Zeitschrift für Bank- und Kapitalmarktrecht (BKR 2005, 225 (230)) Zitat: "als Irreführung der Bankkunden auffassen, wenn die Bank durch entsprechende Belastungsbuchungen konkludent behauptet, dass ihr ein der Buchung entsprechender Anspruch gegen den Kunden zusteht. Derartige Erklärungen, mit denen der Kunde veranlasst werden soll, eine Leistung zu bewirken oder die Belastung seines Kontos hinzunehmen, täuschen den Kunden und können eine unlautere Wettbewerbshandlung darstellen" Zitat Ende.



Die von Hans Peter Eibl als 2-Konten-Modell entwickelte Zinsprüf-Software, ermöglicht Bankkunden die Kontrolle Ihrer Kontokorrent-
und Darlehenskonten. Systemische und systematische Falschabrechnungen von Banken und Sparkassen werden damit "offen gelegt"
und im Sinne gesetzlicher und richterlicher Bestimmungen korrigiert.


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